Überblick
- Projektteam: Raunig Marcus, Mario Wehr (Betreuer)
- Typ: Projekt Bachelor / Bachelorarbeit
- Zeitraum:2025/2026
- Tools & Technologien:
Laravel
Filament (Admin-Panel)
Capacitor
Vanilla JavaScript
Vite
Figma
Pyscard (NFC-Integration)
ACS ACR122U NFC-Reader
NTAG213/215/216 Tags - Plattform:
Webanwendung (Laravel Backend)
Mobile Anwendung (Capacitor – Android/iOS)
NFC-basierte Validierung (Deep-Linking)
Motivation und Problemstellung
Die Planung einer Hochschulmensa ist eine organisatorische und ökologische Herausforderung. Küchen müssen täglich entscheiden, welche Mengen an Speisen produziert werden sollen, obwohl das tatsächliche Gästeaufkommen nicht exakt vorhersehbar ist. Um Engpässe zu vermeiden, werden häufig Sicherheitsreserven eingeplant. Dadurch entsteht regelmäßig Überproduktion.
Lebensmittelverschwendung verursacht jedoch nicht nur wirtschaftliche Verluste, sondern auch erhebliche Umweltbelastungen. Ressourcen wie Wasser, Energie und landwirtschaftliche Flächen werden eingesetzt, obwohl die produzierten Speisen am Ende nicht konsumiert werden. Gerade in der Gemeinschaftsverpflegung führen schwankende Besucherzahlen zu strukturellen Planungsunsicherheiten.
Vor diesem Hintergrund entstand die Idee, ein digitales System zu entwickeln, das Voranmeldungen ermöglicht und reale Nutzung messbar macht.
Zielsetzung
Ziel des Projekts war die Konzeption und prototypische Umsetzung eines digitalen Anmeldesystems für die Mensa der Fachhochschule Kärnten.
Studierende und Mitarbeitende sollen sich im Voraus für bestimmte Gerichte anmelden können. Die tatsächliche Teilnahme wird anschließend vor Ort bestätigt. Auf dieser Grundlage werden Nutzungsdaten erhoben, die eine präzisere Produktionsplanung unterstützen.
Zusätzlich wurde ein Anreizmechanismus integriert. Punkte und Rabatte sollen die Verbindlichkeit der Anmeldung erhöhen und eine regelmäßige Nutzung fördern.
Vorgehensweise und Umsetzung
Zu Beginn wurden bestehende digitale Lösungen im Bereich Kantinenmanagement analysiert. Viele Systeme konzentrieren sich auf Zahlungsabwicklung oder Identifikation am Ausgabepunkt. Darauf aufbauend wurde ein Konzept entwickelt, das Anmeldung, Nutzung und Auswertung in einem geschlossenen Kreislauf verbindet. Der Prototyp umfasst drei zentrale Bereiche:
- einen Benutzerbereich für Voranmeldungen
- eine Verwaltungsoberfläche für Mensamitarbeitende
- einen Validierungsmechanismus zur Bestätigung der tatsächlichen Teilnahme
Das Belohnungssystem wurde bewusst einfach gehalten. Punkte entstehen ausschließlich durch reale Teilnahme und können gegen Rabatte eingelöst werden. Auf komplexe Spielmechaniken wurde verzichtet, um Transparenz und Wartbarkeit zu gewährleisten.
Parallel zur technischen Umsetzung wurde ein vollständiger Designprototyp erstellt. Dieser diente der strukturierten Planung der Benutzerführung und unterstützte eine klare und verständliche Navigation innerhalb der Anwendung.
Ergebnisse
Im Rahmen des Projekts wurde ein funktionsfähiger Prototyp realisiert.
Nutzerinnen und Nutzer können den Wochenplan einsehen, sich für einzelne Gerichte anmelden, ihre Teilnahme bestätigen und im Anschluss Feedback abgeben. Gesammelte Punkte werden im Profil angezeigt und können für Preisvorteile genutzt werden.
Für die Mensa entstand ein Administrationsbereich mit Überblick über Anmeldungen, Teilnahmequoten und weitere Kennzahlen. Diese Daten bilden die Grundlage für eine datenbasierte Produktionsplanung.
Der Prototyp zeigt, dass ein integriertes Voranmeldesystem technisch umsetzbar ist und organisatorisch einen strukturierten Ansatz zur Reduktion von Überproduktion ermöglicht.
Ausblick
Für eine weiterführende Evaluation ist ein Realbetrieb über einen längeren Zeitraum vorgesehen. Dabei soll untersucht werden, in welchem Umfang Voranmeldungen tatsächlich zur Reduktion von Lebensmittelabfällen beitragen.
Zukünftige Erweiterungen betreffen vor allem die Skalierbarkeit des Systems. Denkbar sind Mehrstandortlösungen, zusätzliche Analysefunktionen sowie weiterentwickelte Anreizmodelle.