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DeepFakes in der Multimediatechnik – Einblicke in die Erstellung und Anwendung

by Franz-Philipp Kraushofer

Einleitung

Im Studienbereich Multimediatechnik beschäftigen wir uns intensiv mit den neuesten Entwicklungen rund um DeepFake-Technologien.

Mit Tools wie DeepFaceLabs und DeepFaceLive experimentieren wir mit der Erstellung realistischer Gesichtsüberlagerungen und deren Echtzeit-Berechnung.

In diesem Blogbeitrag geben wir Ihnen einen spannenden Einblick in unsere Arbeit mit diesen KI-basierten Tools – von der Modellgenerierung bis zur Live-Umsetzung.

Dabei zeigen wir, wie technische Innovation, Medienkompetenz und kreative Gestaltung im Studium der Multimediatechnik miteinander verschmelzen.

Unser Projekt startete mit einem vortrainierten DeepFake-Modell, das bereits über 100.000 Trainingsdurchläufe absolviert hatte.
Um die Erkennungsgenauigkeit und Bildqualität weiter zu verbessern, führten wir zusätzliche 36.000 Iterationen durch.

Das Training erfolgte auf einem unserer neuen High-End-Rechner mit einer NVIDIA GeForce RTX 4090 – einer Grafikkarte mit beeindruckenden 24 GB VRAM.
Die Berechnung lief über vier Tage hinweg und verlangte der Hardware einiges ab.
Für das Training nutzten wir etwa 1.700 Bilder, die teilweise aus Videos extrahiert wurden.

Am Ende stand unser Modell „Hr F-P K“, das eine Gesamtiterationszahl von 165.823 erreichte.

Die wichtigsten technischen Eckdaten im Überblick:

  • Auflösung: 288
  • Gesichtstyp: wf
  • Architektur: df
  • Variierende Dimensionen von
  • Autoencoder, Encoder und Decoder

Diese Zahlen zeigen eindrucksvoll, wie viel Rechenleistung, Präzision und Datenaufbereitung nötig sind, um ein DeepFake-Modell von hoher Qualität zu entwickeln.

Anwendung und Nutzen:

Die Einsatzmöglichkeiten von DeepFakes in der Multimediatechnik sind beeindruckend vielfältig.

Sie reichen von realistischen Charakteren in Games und Filmen bis hin zu virtuellen Trainingsumgebungen, in denen Gesichtsausdrücke und Emotionen simuliert werden.

Besonders spannend ist die Echtzeitberechnung:
Sie macht es möglich, DeepFakes live in Streams, Videokonferenzen oder interaktiven Anwendungen einzubinden – und damit ganz neue Wege für digitale Kommunikation und kreative Mediengestaltung zu eröffnen.

Hintergrund

Im 6. Semester absolvieren Multimediatechnik- Studierende ein facheinschlägiges Berufspraktikum, um im Studium erlangte Kenntnisse und Fähigkeiten im Kontext beruflicher Praxis anzuwenden.

Der Multimediatechnik- Student Youssef Zaki Khalil tat dies im Multimediatechnik- Team der FH-Kärnten und war neben anderen Tätigkeiten, wie der Wartung von Hardware und Software und der Unterstützung bei Veranstaltungen, vorwiegend mit der Entwicklung von MMT-Runner beschäftigt.

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